Sonne nutzen statt künstliches Licht ausstrahlen: Vielleicht eine Lösung für die Multimodal-Dauerbestrahlung?

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Alles ist erleuchtet! So könnte man die Situation rund um das CFL-Multimodal Gelände zwischen Bettemburg und Düdelingen beschreiben. 24 Stunden am Tag schimmert das riesige Gelände in gleißendem Licht, das sich kilometerweit in die Wohngebiete von Düdelingen und Bettemburg ausbreitet und somit die Nacht zum Tage für die Bewohnerinnen und Bewohner verwandelt hat.

Natürlich braucht das Logistikzentrum rund um die Uhr eine angepasste Dauerbeleuchtung, doch nicht auf Kosten der Bevölkerung, die oft bis zu mehreren Kilometern entfernt wohnt.

Einen möglichen Ausweg aus der Bredouille könnte ein ungewöhnlicher, aber schlüssiger Vorschlag aus dem Wahlprogramm von déi gréng Diddeleng bei den letzten Kommunalwahlen bieten:

„Im Bereich der multimodalen Plattform befindet sich eine riesige asphaltierte Fläche, die nur eine Funktion erfüllt: ein riesiger Parkplatz für LKW-Anhänger. Durch eine zumindest teilweise Überdachung mittels Ständern dieses riesigen Parkplatzes mit Solarmodulen könnte der größte Solarpark des Landes oder gar der Großregion entstehen. Da sich der Parkplatz ganz auf dem Territorium der Düdelinger Gemeinde, jedoch im Besitz von CFL Multimodal befindet, sollte der nächste Schöffenrat bei CFL Multimodal vorstellig werden, damit ein solcher Solarpark dort realisiert werden könnte.“

In der Tat: da das Problem der Dauerstrahlung aus dem Multimodal weniger ein Problem zielgerichteter Strahlung ist, sondern eher an dem Widerschein einer globalen Emission von Licht liegt, die zur Lichtpollution führt, könnte eine solche Lösung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: die Strahlung der Scheinwerfer auf das Gelände fokussieren, sogar die Scheinwerfer durch eine gezielte Beleuchtung unterhalb der Decke ersetzen und dabei noch eine hohe Produktion von Solarstrom ermöglichen und somit die Diskussion „Agrarfläche versus Sonnenkollektoren“ zum Teil entschärfen.

Ohne den Vorschlag überhaupt diskutiert zu haben, hört man schon die Einwände von allen Seiten: Notwendige Mindesthöhe, schwierige Bauphase, hohe Investitionskosten, daran hätte man früher denken müssen, blablah… Und doch: damit aus einem solchen gut gemeinten Vorschlag auch ein gutes Konzept werde, müssten die zuständigen Stellen (MDDI, Energieministerium, CFL) eine unabhängige Studie in Auftrag geben, um die Machbarkeit eines solchen Win-Win-Szenarios zu untersuchen.

déi gréng Diddeleng